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Darlehen

Das Wort Darlehen kommt wahrscheinlich vom Stamm her bereits aus dem Althochdeutschen. Der Wortstamm beinhaltet auch das „lehen“, ebenso wie „leihen“.

Zwischen einem Darlehen und dem Begriff Leihen besteht ein großer Unterschied. Ein geliehener Gegenstand wird IMMER unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt der Entleiher genau den Gegenstand zurück, den er auch bekommen hat.

Ein Darlehen kann sowohl gegen Gebühr, als auch unentgeltlich gewährt werden. Im Gegensatz zum Leihen wird hier jedoch nur ein gleichwertiger oder gleichartiger Gegenstand zurückgegeben.

Ebenso ist es selbstverständlich bei Geld. Wenn wir also die Definition einmal anwenden, handelt es sich bei einer Geldleihe IMMER um ein Darlehen, da nicht dasselbe Geld zurückgegeben wird, sondern nur der gleiche Betrag.

Das Annuitätendarlehen

Der Begriff des Annuitätendarlehen leitet sich aus der jährlich zu leistenden, gleichbleibenden Jahresleistung ab: die Annuität. Die Rate kann im monatlichen, viertel- oder halbjährlichen sowie ganzjährigen Rhythmus vereinbart werden und setzt sich aus den Zins- und Tilgungsleistungen zusammen. Jede Rate ist immer gleich hoch. Mit jeder Ratenzahlung verringert sich die Restschuld des Darlehens, also auch der zu zahlende Zinsanteil. Dadurch erhöht sich gleichzeitig der Tilgungsanteil.

Der Vorteil besteht für den Darlehensnehmer darin, dass die Raten gleich bleiben und somit die Kosten planbar sind, weil die Veränderungen innerhalb der Annuität stattfinden. Da die Annuität und somit die jährliche Belastung immer gleich hoch bleibt, beschleunigt sich die Rückzahlung zum Ende hin.

Das Tilgungsdarlehen

Das Tilgungsdarlehen, auch Abzahlungsdarlehen, kennzeichnet sich durch fallende Raten. Es wird für ein Darlehen von 100.000,- Euro ein fester Tilgungsbetrag vereinbart, zum Beispiel 10.000,- Euro pro Jahr. Dazu kommen die Jahreszinsen von bspw. 5.000,- Euro (5% p.a.). Nach einem Jahr besteht nur noch eine Restschuld von 90.000,- Euro. Die Tilgungsrate ist festgelegt bei 10.000,- Euro, jedoch werden die Zinsen jetzt nur noch auf 90.000,- Euro berechnet, also auf 4.500,- Euro.

Somit fällt in jedem Jahr durch den fallenden Zinsanteil auch die Gesamtrate. In der Regel sind Tilgungsdarlehen günstiger für Kunden, jedoch kann die Anfangszeit durch die hohe Belastung sehr schwer werden.

Endfälliges Darlehen

Bei dem endfälligen Darlehen wird über die gesamte Kreditlaufzeit nur eine Zinszahlung vereinbart. Am Ende der Laufzeit muss dann der gesamte Kredit auf einen Schlag getilgt werden. Diese Art von Krediten bietet sich an für Menschen, die am Ende der Laufzeit eine größere Zahlung erwarten, mit der sie die Rückzahlung erledigen möchten.

Auch für vermietete Objekte kann es sich anbieten, da die Zinsbelastung von der Steuer absetzbar ist.

Laufzeitzinsdarlehen

Bei diesem Darlehen werden die kompletten Zinsen bis zum Ende bereits dem Darlehensbetrag zugerechnet. Dieser Gesamtbetrag wird dann auf die zu zahlenden Raten aufgeteilt.

Sachdarlehen

Auch das Sachdarlehen gibt es sehr lange. Im Mittelalter wurden zum Beispiel Getreide und Samen als Darlehen vergeben, damit die Bauern die Ernte für das neue Jahr planen konnten, wenn die eigenen Mittel es nicht zuließen.

Leihen Sie sich also von Ihrem Nachbarn am Wochenende zwei Eier um ihm am Montag zwei Neue zurückzugeben, handelt es sich streng genommen nicht um eine Leihe sondern um ein Darlehen.

Zusatzvereinbarungen sind immer möglich

Für alle Darlehen gibt es Zusatzvereinbarungen, die festgelegt werden können. So könnte zum Beispiel eine Gewinnbeteiligung vereinbart werden.

Außerdem gibt es häufig auch gesetzliche Rahmenvereinbarungen, die zumeist dem Verbraucherschutz, aber auch der Vertragssicherheit dienen.

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