Kredit Wiki
Mit Kredit.de zu Ihrem Wunschkredit

Zins

Als Zins bezeichnet man jenes Entgelt, welches der Schuldner dem Gläubiger für jenen Zeitraum bezahlt, für welchen er dessen Sachgut oder Geld nutzt. Zinsen sind durch vertragliche Vereinbarungen geregelt und richten sich in der Regel nach Angebot und Nachfrage auf dem Markt, nach der Bonität des Kreditnehmers sowie nach der Art der Kreditsicherstellung. Außerdem beinhalten die Zinsen auch Bearbeitungsgebühren, Verwaltungs- und Betriebskosten sowie Kosten für die Geldbeschaffung. Als Zins werden der Zinssatz und auch der Zinsbetrag bezeichnet. Man unterscheidet Zinsen auf Geldkapital und Zinsen auf Sachkapital. Zinsen auf Geldkapital können der Geldmarktzins oder der Kapitalmarktzins sein. Der Geldmarktzins wird vor allem zwischen Kreditinstituten für die Bargeldaufnahme als Leitzins verwendet. Der Mindestbietungssatz ist als wichtigster Leitzins für die Höhe der Zinsen bei Krediten mitverantwortlich. Der Kapitalmarktzins ist für Kredite am Kapitalmarkt. Bei den Zinsen auf Sachkapital gibt es den Mietzins, den Pachtzins und den Erbbaurechtszins. Zinssätze geben die Zinsen in Prozent des verliehenen Kapitals für einen festgelegten Zeitraum an. Dies ist in der Regel ein Jahr (Zinssatz per anno). Die wichtigsten Zinssätze sind jene der Zentralbank, welche nicht nur die Basiszinssätze sind, sondern auch ein Hauptrefinanzierungsinstrument, der Lombardsatz und der Diskontsatz. Neben den Zentralbankzinssätzen zählen auch die Marktzinssätze und die Bank- und Sparkassenzinssätze zu den wichtigsten. Neben der Entgeltfunktion hat der Zins noch weitere bedeutende Funktionen. Zum einen dient er als Risikoprämie zur Absicherung der Rückzahlung, zum anderen gleicht er die Inflation sowie die Opportunitätskosten des Kreditinstitutes aus. Der Sollzins, der für die Bereitstellung von Krediten gilt, ist die Haupteinnahmequelle von Kreditinstituten. Der Habenzins, der für eingelegte Gelder gezahlt wird, ist in der Regel deutlich niedriger als der Sollzins.

Button nach oben