Kredit Wiki
Mit Kredit.de zu Ihrem Wunschkredit

Zahlungsverzug

Ein Zahlungsverzug liegt vor, wenn eine Zahlung nicht zum vereinbarten Termin erfolgt. Wann eine Zahlungsverpflichtung fällig wird, kann zwischen den Vertragspartner individuell vertraglich geregelt werden. Der Zahlungsverzug kann auf verschiedene Arten entstehen: 1. Ein Zahlungsverzug entsteht, wenn der Gläubiger dem Schuldner eine Mahnung mit der Aufforderung zur Leistung der Zahlung sendet. 2. Wenn im Vertrag oder auf einer Rechnung eine bestimmte Zahlungsfrist eingeräumt wurde, innerhalb welcher der Schuldner die Zahlung zu leisten hat, ist der Schuldner ab jenem Tag im Zahlungsverzug, der dem genannten Datum folgt. 3. Eine gesetzliche Regelung definiert, dass der Schuldner auch dann im Zahlungsverzug ist, wenn er eine Rechnung innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt bezahlt. Diese Frist kann vertraglich auch verlängert oder verkürzt werden. Dadurch, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten nicht bezahlt, entstehen dem Gläubiger Kosten, die für die Eintreibung der offenen Forderungen anfallen. Diese kann der Gläubiger als Verzugsschäden geltend machen und dem Schuldner verrechnen. Die Verzugsschäden beinhalten unter anderem die Kosten für die Verzugszinsen, die Portokosten, die Anwaltskosten, die Gerichtskosten sowie Kosten für sämtliche Mahnschreiben. Der Betrag für Mahnschreiben ist gerichtlich mit EUR 2,50 pro Mahnung festgelegt. Wenn der Gläubiger Geld auslegen muss, um bestimmte Auskünfte den Schuldner betreffend zu erlangen, kommen diese Kosten ebenfalls zu den Verzugsschäden. Die Höhe der Verzugszinsen ist gesetzlich festgelegt und beträgt 4 % bei Privatpersonen und 5 % bei Unternehmen, außer diese werden vertraglich höher festgelegt. Auch ist es in bestimmten Fällen möglich, dass der Gläubiger entgangene Anlagezinsen oder durch die offenen Forderungen entstandene Kreditzinsen auf den Schuldner überträgt. Die durch Zahlungsverzug entstandenen Mahnkosten müssen auch dann vom Schuldner getragen werden, wenn dieser die Forderung zwar vor der Zustellung des Mahnbescheides, jedoch erst nach Verstreichen der Zahlungsfrist begleicht.