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Währungen

Die Gesamtheit der Ordnung und Verfassung des Geldwesens eines Staates oder eines Landes nennt man Währung.

Bei Währungen gibt es stets eine Haupteinheit, wie z. B. Dollar oder Euro, und daneben entsprechende Bruchteile um auch kleinere Mengen handeln zu können, in der Regel handelt es sich dabei um Hundertstel, bei Euro und Dollar zufällig Cent.

In früheren Zeiten konnte diese Aufteilung jedoch komplett anders sein, in Österreich wurde bspw. die Mark in 20 Gulden eingeteilt, diese wiederum in 60 Kreuzer und diese noch in 4 Heller.

Währungen müssen sowohl innerhalb eines Landes, als auch im Handel mit dem Rest der Welt eine gewisse Stabilität aufweisen. Von Zeit zu sein kommt es vor, dass eine Währung im Vergleich zu einer anderen aufgewertet wird. In diesem Fall wird sie mehr wert, bei einer Abwertung ist es weniger.

Die Stabilität einer Währung soll von den jeweiligen Notenbanken gewährleistet werden. Dies geschieht durch die Steuerung der Geldmenge. Sieht man Geld als eine Ware an, wird klar, wie das funktioniert. Gibt es von einer Ware besonders viel auf dem Markt, z. B. Äpfel, dann sind sie besonders günstig, gibt es nur wenige, geht der Preis hoch. Genau so funktioniert das mit dem Geld.

Die Notenbanken dürfen die Geldmenge steuern und haben hierfür verschiedene Hilfsmittel. Soll die Geldmenge am Markt erhöht werden, so kann sie Anleihen und Wertpapiere kaufen. Der Gegenwert fließt dann als Giralgeld in den Markt. Soll die Geldmenge verringert werden, kann sie Anleihen ausgeben.

Eine weitere Möglichkeit zur Steuerung bietet die Festsetzung des Leitzinses. Dieser Zinssatz bietet die Grundlage für Darlehen an Banken. Ist er besonders hoch, wird eine Bank lieber weniger Kredite vergeben. Ist der Zinssatz niedriger, gibt es eher Darlehen. Da dann auch Kredite an Unternehmen besonders günstig sind, kann somit auch die Wirtschaft angekurbelt werden.

Die Aufgaben der Zentralbanken, in Europa der EZB, sind vielfältig und stark miteinander und mit der Wirtschaft verbunden. Jedoch funktioniert der Handel der Banken untereinander so gut, dass teilweise die Steuerung durch die Zentralbanken ausgehebelt wird.

Inflation

Steigt die Geldmenge, sinkt gleichzeitig die Kaufkraft. Das bedeutet, die Preise steigen, bzw. der Geldwert sinkt. Ein wenig Inflation ist gewünscht und gesund, denn so kann man auch gegen eine Deflation noch handeln. Aber steigt die Inflation schnell an, hat dies meist eine Kettenreaktion zur Folge. Die Angst vor Verlusten sorgt dafür, dass Menschen weniger Geld sparen und es schnell ausgeben. Wenn es größere Ersparnisse gibt, wird manchmal in andere Währungen getauscht. Somit werden diese aufgewertet, da mehr Nachfrage herrscht, und die eigene Währung wird noch weniger wert. In ganz schlimmen Zeiten bilden sich Ersatzwährungen, die zwar staatlich nicht als Zahlungsmittel anerkannt sind, sich aber zeitweise besser eignen. Nach dem Krieg handelte es sich dabei häufig um Zigaretten, Kaffee, usw. Geld verlor teils täglich die Hälfte seines Wertes, auch heutzutage gibt es Länder mit Hyperinflation. So zum Beispiel Simbabwe. Hier wurde das Geld teils über Nacht vollkommen wertlos. Immer wieder versuchte die Regierung durch verschiedene Maßnahmen die Inflation zu stoppen. Die eigene Währung wurde zuletzt sogar ganz abgeschafft und der US-Dollar genutzt. Dieser ist auf dem Weltmarkt relativ stabil.

Das Problem im Land liegt jedoch an der schwachen Wirtschaft. Teils erwirtschaftet das Land nicht einmal genug für die eigene Bevölkerung. Das bedeutet, es müssen Güter und Lebensmittel hinzugekauft werden. Allerdings ist dafür kein Geld da. Die Regierung nimmt also Kredite in US-Dollar bei der eigenen Notenbank auf um genug Geld zur Verfügung zu haben. Doch dies bringt der Bevölkerung nichts. Um es kurz zu machen: In Simbabwe wird zurzeit mit US-Dollar gezahlt, es gibt jedoch gar nicht genügend davon. Denn aufgrund der geringen Exporte, kommt auch kein Gegenwert ins Land. Also wurden bereits 2016 Schuldscheine eingeführt, gegen die theoretisch US-Dollar ausgegeben werden. Doch Geldscheine sind im Prinzip ebenfalls Schuldscheine. Es handelt sich also auch hierbei wieder einmal um eine Art Währung. Und diese unterliegt bereits jetzt wieder der Inflation.

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