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Tilgungssatz

Der Tilgungssatz ist vor allem bei Immobilienfinanzierungen interessant. Er besagt, wie hoch (in Bezug auf die Darlehenssumme) die Rückzahlung sein soll. Von der ersten Rate an, verändert sich jedoch der Tilgungssatz, dies liegt am Wesen der Annuität.

Nehmen wir an, der Tilgungssatz beträgt 4%. Das bedeutet, dass im ersten Monat 1/12 von 4% der Darlehenssumme zurückgezahlt wird. Die Rate enthält zusätzlich noch die Zinsen, bei 2% wären das 1/12 von 2% der Darlehenssumme.

Durch die Tilgung verringert sich sofort die Restsumme. Da jedoch die Ratenhöhe für den Rest der Laufzeit, bzw. der Zinsbindungsfrist in der gleichen Höhe bleibt, davon aber ein geringerer Teil auf die Zinsen fällt, steigt der Anteil der Tilgung. Somit ist bereits die zweite Tilgung höher als 1/12 von 4%.

Man kann durchaus mit einer Formel die Tilgung für ein späteres Jahr berechnen, einfacher ist jedoch ein Rechner, der automatisch einen Tilgungsplan erstellt. Was bei der Wahl des richtigen Tilgungssatzes jedoch unbedingt berücksichtigt werden muss sind drei Dinge.

  1. Je höher der anfängliche Tilgungssatz ist, desto schneller sinkt die Zinsbelastung und desto schneller ist das Darlehen abbezahlt. Eine Veränderung der anfänglichen Tilgung von 2% auf 4% können bei 100.000,- Euro und einem Zinssatz von 2% einen Unterschied von 12.000,- Euro Zinsen und 10 Jahren Laufzeit ausmachen!

  2. Die Rate muss eine monatliche Reserve und Sparrate freilassen, da gerade für Hausbesitzer immer wieder Kosten anfallen, die in einer Mietwohnung vom Vermieter übernommen werden. War eine bisherige Mietzahlung gut zu tragen, jedoch keine Möglichkeit für sparen gegeben, sollte die Immobilienrate niedriger gewählt werden.

  3. Die Restschuld sollte ggfs. abgesichert werden, damit eine Zinserhöhung nach Ende der Zinsbindungsfrist getragen werden kann.

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