Kredit Wiki
Mit Kredit.de zu Ihrem Wunschkredit

Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto zählt zu den Sichteinlagen einer Bank. Es handelt sich um ein reines Einlagenkonto und ist nicht für den Zahlungsverkehr zugelassen.

Zinserträge ohne Risiko, aber bitte flexibel

Für besonders sicherheitsorientierte Anleger gibt es kaum Möglichkeiten, mit ihrem Kapital ausreichende Zinsen zu erwirtschaften. Ausreichend bedeutet in diesem Falle, dass zumindest der Wertverlust durch die Inflation ausgeglichen wird um einen Realverlust zu vermeiden. Mit viel Glück, kann man online noch eine Bank finden, die dieses Ziel durch einen hohen Zinssatz auf dem Festgeldkonto zumindest nahezu verwirklichen kann. Hier gelten jedoch feste Mindestlaufzeiten, je länger das Geld festgelegt wird, desto höher ist der Zinssatz. Eine vorzeitige Beendigung eines solchen Vertrages ist jedoch nicht möglich. Möchte man also flexibel bleiben, kommt man um das Tagesgeldkonto nicht herum.

Eiserne Reserve am besten auf das Tagesgeldkonto

Früher gab es in jedem Haushalt ein Sparkonto für die eiserne Reserve. Musste also ein Ersatz her für die kaputte Waschmaschine oder eine Reparatur am Auto, konnte man immer auf etwas zurückgreifen. Das Geld verzinste sich gut und so wuchs der Betrag im Laufe der Zeit an. Schaut man genauer hin, kann man jedoch feststellen, dass auch die Inflation in dieser Zeit ähnlich hoch war. Dies liegt an der Zinspolitik, die den Wertverlust und die Zinsentwicklung aneinander bindet.

Dennoch sollte auch heute jeder Haushalt über eine liquide Reserve verfügen, um im Notfall gerüstet zu sein. Um hier also den Wertverlust möglichst gering zu halten, sollten Sie die Möglichkeiten vergleichen.

Die Lösung ist hier ein Tagesgeldkonto. Besser verzinst als ein Sparbuch, ohne strenge Kündigungsregeln und meist mit einfachem Online-Zugang bietet es alles, was für eine solche Liquiditätsreserve vonnöten ist.

Lockangebote nutzen

Da Tagesgeldkonten kostenlos angeboten werden und keine Kontoführungsgebühr anfällt, können Sie, wenn Sie ein wenig aktiv sind, sogar noch mehr herausholen. Denn viele Banken bieten für Neukunden Sonderkonditionen, die für eine gewisse Zeit gelten, bevor sich die Zinssätze wieder an die normalerweise Gültigen anpassen. Es gibt einige Kunden, die alle paar Monate auf ein neues Tagesgeldkonto umsteigen.

Verrechnungskonto nötig

Sie können zwar Ihre Sparbeträge auf das Tagesgeldkonto überweisen, da das Konto jedoch nicht im Zahlungsverkehr genutzt werden darf, könnten Sie den Geldbetrag nur bar bei Ihrer Bank abheben. Da dies, insbesondere bei Online-Banken sehr umständlich wäre, können Sie bei der Bank ein Verrechnungskonto angeben. Dieses muss ein Girokonto oder anderes Zahlungsverkehrskonto sein und dient als einziges, für Überweisungen zugelassenes Konto zu Ihrem Tagesgeldkonto.

Kontoauszug statt Sparurkunde

Normale Sparbücher gibt es kaum noch, diese wurden inzwischen vom Sparkontoauszug abgelöst. Allerdings gilt auch dieser Auszug als Sparurkunde und muss entsprechend behandelt werden. Ein Verlust ist aufwändig zu dokumentieren und falls er unbemerkt bleibt, könnte der Finder der Urkunde sich einfach das Geld bei der Bank auszahlen lassen.

Das Tagesgeldkonto ist wesentlich einfacher gestrickt. Es gibt regelmäßige Kontoauszüge und die Verfügungen über das Verrechnungskonto sind einfach online möglich.

Monatliche Zinsgutschrift ist besser

Wenn Sie Anbieter von Tagesgeldkonten vergleichen, ist immer das Konto vorzuziehen, das die häufigere Zinsgutschrift anbietet. Um dies zu verdeutlichen, geben wir ihnen hier ein Rechenbeispiel.

Als Anlagevolumen nehmen wir einmal 10.000,- Euro. Zinssatz bei beiden Konten ist 1% p. a.

Konto 1 schreibt einmal im Jahr die Zinsen gut. Das bedeutet, es wird zum 01.01. eines jeden Jahres der zu zahlende Zins ermittelt und Ihrem Guthaben hinzugerechnet. Ab diesem Zeitpunkt werden die Zinsen ebenfalls verzinst.

So entwickelt sich über 10 Jahre ein Zuwachs von 1.046,22 Euro

Konto 2 schreibt die Zinsen monatlich gut, also wächst das zu verzinsende Kapital bereits monatlich an, so gewinnt der Zinseszinseffekt eine größere Bedeutung.

Konto 2 wird also bei gleichem Zinssatz nach 10 Jahren einen Zuwachs von 1051,25 Euro haben.

Dies klingt zugegebenermaßen nach sehr wenig, beachten Sie jedoch, dass zurzeit der Zins sehr niedrig ist. Nehmen wir 8% p. a. an, liegt der Unterschied bereits bei 607,15. Und das bei exakt gleichem Zinssatz. So kann selbst ein etwas niedrigerer Zinssatz zu einem besseren Ergebnis führen.