Kredit Wiki
Mit Kredit.de zu Ihrem Wunschkredit

Schufa

Die Schufa Holding AG ist eine nicht börsennotierte privatwirtschaftliche Aktiengesellschaft aus Wiesbaden. Die Schufa sammelt und bewertet Bonitätsdaten Dritter und arbeitet mit vielen verschiedenen Partnern zusammen.

Die Partner der Schufa liefern bestimmte, wichtige Daten an die Schufa, die aus dieser Sammlung verschiedene Ratings ermitteln. Jeder Vertragsabschluss mit einem Schufa-Partner kann dafür sorgen, dass die Schufa weitere Daten erhält und somit die Bonität in Zukunft noch genauer einschätzen kann.

Entwicklung der Schufa

Die Idee, Bonitätsdaten für die Einschätzung des Kreditrisikos heranzuziehen, kam bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts auf. In Berlin verkaufte nämlich ein Stromanbieter an gute Kunden, die also regelmäßig ihre Stromrechnung bezahlten, Elektrogeräte auf Raten.

Einer der Mitarbeiter des Stromanbieters sah die Vorteile dieser Bonitätseinschätzung und gründete mit zwei anderen die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung. Mit der Zeit erwuchsen 13 weitere regionale Schufa Gesellschaften die sich schließlich zur Bundes-Schufa e. V. zusammenschlossen. Daraus entstand dann wiederum die heutige Schufa.

Die Schufa ist keine Behörde

Wenn wir uns ansehen, woher die Schufa kommt, muss klar sein, dass es sich nicht um eine Behörde handelt. Doch wer sind jetzt die mysteriösen Aktionäre der Schufa? Zumeist handelt es sich um Banken und Kreditinstitute, nur ein kleiner Teil der Aktionäre sind Handelsunternehmen. So sind also diejenigen, die am meisten auf die Bonitätseinschätzung angewiesen sind, gleichzeitig die Treiber in der Entwicklung.

Nutzen für alle

Die Schufa erfährt jede Menge Kritik – von Datenschützern, Verbrauchervereinigungen und nicht zuletzt von Personen, die ein schlechtes Rating bei der Schufa haben. Denn: Egal ob berechtigt oder unberechtigt, fehlerhafte Schufa-Daten sind nur schwer zu bereinigen, manchmal werden auch falsche Daten von Banken gemeldet, die die Schufa auch auf Antrag nicht ändert, ohne dass die Bank mitspielt. So kann der ein oder andere Kredit auch abgelehnt werden, weil z. B. eine Verschuldung angenommen wird, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Doch welchen Sinn hat die Schufa dann für Menschen, die keine Kredite vergeben? Nun es ist ja so: die Zinssätze, die die Banken vergeben, enthalten eine Marge, die die Bank als Gewinn verbuchen kann, und einen Risikozuschlag. Denn nehmen wir einmal an, 10% aller Kredite würde nicht zurückgezahlt werden, so müsste die Bank zusätzlich zur eigenen Marge 10% berechnen, nur um die Ausfälle auszugleichen. Die entstehenden Zinssätze könnte sich niemand mehr leisten. Außerdem würden die solventen Bürger fragen, warum sie denn den anderen ihre Kredite mitfinanzieren sollten.

Auch Unternehmen werden eingeschätzt

Nicht nur Privatpersonen, auch Unternehmen kann die Schufa inzwischen einschätzen. Obgleich auf diesem Gebiet andere Anbieter die Nase vorn haben. Denn bei der Einschätzung von Unternehmen müssen ganz andere Daten geprüft und berücksichtigt werden.

Einsatz von Scores

Seit 1996 werden die Daten, die bei der Schufa gespeichert sind zu sogenannten Scores verdichtet. Denn alle gemeldeten Daten einzeln einzusehen und die Bedeutung einzuschätzen würde ein entsprechendes Wissen und Können beim Kreditinstitut – und zwar auf jeder Ebene – voraussetzen. Außerdem bedeutet es einen enormen Zeitaufwand, der im standardisierten Kreditgeschäft nicht gerechtfertigt wäre. So gibt es verschiedene Scorekarten. Die Daten werden für Bankabfragen anders aufbereitet als für Handelsunternehmen. Denn es wäre durchaus möglich, dass jemand alle seine Kredite pünktlich bezahlt, aber seine Handyrechnungen nicht. In dem Falle macht es Sinn, dass unterschiedliche Branchen auch unterschiedliche Daten als wichtig ansehen. Das Ergebnis sind verschiedene Scorewerte, die die Unternehmen als Entscheidungshilfe heranziehen können.

Button nach oben