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Realkreditinstitute

Realkreditinstitute sind besondere Kreditinstitute, die sich auf den Bereich der Realkredite spezialisiert haben. Die Realkreditinstitute bieten Hypothekar bzw. Grundschuldkredite für Privatpersonen und Unternehmen, aber auch für Bund, Länder und Gemeinden an. Dabei handelt es sich in der Regel um höhere Kreditsummen. Aus diesem Grund verlangen die Realkreditinstitute dafür auch entsprechende Sicherheiten in Form von Pfandrechten an Grundstücken bzw. Immobilien. Die Realkreditinstitute refinanzieren sich wiederum durch die Ausgabe von Pfandbriefen bzw. Hypothekenpfandbriefen. Also durch eine besondere Art der Anleihe, bei der die Anleger eine fixe Verzinsung erhalten und bei der hohe Sicherheit gegeben ist. Die Gelder, die die Realkreditinstitute durch die Emission der Pfandbriefe lukrieren können, werden wiederum verwendet, um Grundschuldkredite an Kreditnehmer vergeben zu können. Die Realkreditinstitute achten dabei selbstverständlich auch darauf, dass die Verzinsung, die sie den Käufern der Anleihen gewähren, niedriger liegen als die Verzinsung, die sie selbst für die verliehenen Kredite erhalten. Auf diese Weise können die Realkreditinstitute die Differenz als Gewinn verbuchen. Realkreditinstitute sind auf das Kreditgeschäft bei Grundschuldbesicherung spezialisiert und verstehen sich daher auch sehr gut in der Verwertung der Immobilien, die bei Zahlungsunfähigkeit zum Teil sogar vollständig an das jeweilige Institut fallen. Dabei werden die Immobilien, die beschlagnahmt wurden, da der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte, nicht immer gleich veräußert. In vielen Fällen werden diese auf andere Weise verwertet. So etwa, um diese zu bewirtschaften oder aber auch, um die Immobilien umzubauen und zu vermieten oder mit einem noch größeren Gewinn zu verkaufen. Daher sind den Realkreditinstituten oft auch branchenrelevante Unternehmen wie Maklerbüros oder Hausverwaltungen angeschlossen.