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Produktivkredit

Ein Produktivkredit wird deutlich von einem Konsumkredit unterschieden. Zum einen ist bereits die Zielgruppe eine völlig andere. Während sich der Konsumkredit ausschließlich an Endverbraucher richtet, ist der Produktivkredit für Unternehmen gedacht.

Diese Art von Krediten wird in Unternehmen für die Investition in Produktionsgüter verwendet.

Bei Konsumkrediten handelt es sich immer um Verbrauchsgüter, wie z. B. einen Urlaub oder ein Auto. Eine Sache also, die nach einigen Jahren meist wertlos ist. Somit ist ein Verbraucherkredit immer ein Risiko. Denn wenn Einnahmen wegbrechen, z. B. durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit, ist kein Wert da, der im Notfall verkauft werden kann. Das Problem ist, dass Menschen häufig Dinge auf Kredit finanzieren, die eigentlich jeder aus seinem verfügbaren Einkommen kaufen können sollte. So gehört für den Gesetzgeber ein Fernseher zu den nicht pfändbaren Sachen, weil er zu einer bescheidenen Lebensführung inzwischen dazugehört und nicht mehr als Luxus angesehen wird. Und doch werden Fernseher sehr häufig durch Kredite finanziert. Gleiches gilt für Waschmaschine, Spülmaschine etc. Gerade in größeren Familien kann auf diese Dinge nicht verzichtet werden, es müssen ständig defekte Geräte ausgetauscht werden usw. So kommt man schwer aus der Kreditfalle wieder heraus.

Wenn aber Unternehmen in Produktionsgüter investieren, kann dies zu einem besonders schnellen Unternehmenswachstum führen. Die Einnahmen aus dem Kreditzweck übersteigen in der Regel die Kosten für den Kredit. Zwar ist eine überwiegende Fremdfinanzierung innerhalb eines Unternehmens auch nicht gut, denn das würde vermuten lassen, dass nur wenig Gewinn erwirtschaftet wird, schließlich werden Gewinne (außer bei Ausschüttungen) zu Eigenkapital. Aber eine gesunde Fremdfinanzierung ist kein Beinbruch und hilft dem Unternehmen sogar. Außerdem können die Fremdkapitalkosten steuerlich geltend gemacht werden.

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