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Liquidität

Ein Liquid ist eine Flüssigkeit. Liquidität beschreibt also, wie „flüssig“ jemand ist, also wie gut er seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Können Verbindlichkeiten jederzeit fristgerecht und in voller Höhe beglichen werden, ist eine hohe Liquidität gegeben.

Somit ist die Liquidität eine wichtige Größe in der Betrachtung eines Unternehmens. Denn auch wenn viel Eigenkapital vorhanden ist, hilft es nicht wenn es nicht liquide ist, zum Beispiel weil Immobilien mit dem Geld angeschafft wurden.

Ohne liquide Mittel ist ein Unternehmen bald insolvent. Um dies zu verhindern, müssen dann neue liquide Mittel besorgt werden. Beim Monopoly können hierfür Straßen an die Bank verpfändet werden. In unserem Fall könnte das Unternehmen das Gleiche mit seinen Immobilien tun. Allerdings werden hierfür Fremdkapitalzinsen fällig und bei der Liquiditätsplanung sollte immer auch beachtet werden, ob das Fremdkapital auch zum Einsatzzweck passt. Benötigt man nur kurzfristig Geld zur Überbrückung eines Engpasses, sollte dafür keine langfristige Immobilienfinanzierung gewählt werden.

Auf der anderen Seite ist ein besonders liquides Unternehmen unter Umständen wenig rentabel, da Geld, welches ständig zur Verfügung steht, nicht besonders gewinnbringend angelegt ist. Es sollte dann über eine Investition nachgedacht werden, die die Rentabilität des Unternehmens steigert.

Liquide Märkte

Wenn ein Handelsgut häufig gehandelt wird, so handelt es sich um einen liquiden Markt dafür. Die Liquidität ändert sich jedoch ständig. So kann während einer schwachen Wirtschaftsphase der Markt für Gebrauchtwagen besonders liquide sein, weil die Menschen kein Geld für neue Autos haben, während in besonders guten Zeiten eher Neuwagen gekauft werden und Gebrauchtwagen dann nur zu einem geringeren Preis verkauft werden können.

An der Börse wird ebenfalls von liquiden oder illiquiden Märkten gesprochen. Gemeint ist damit, ob für bestimmte Wertpapiere genügend Interessenten da sind, dass viele Käufe und Verkäufe stattfinden können. Bei einem illiquiden Markt wird ein Verkauf bei sinkenden Kursen schwierig. Häufig werden dann sogenannte Market-Maker eingesetzt, die die jeweilige Gegenseite einnehmen um einen regelmäßigen Handel und somit vernünftige Kurse zu gewährleisten.

Liquidierbarkeit von Anlagegütern

In einer Bilanz werden die Anlagegüter nach ihrer Liquidierbarkeit sortiert. Es wird also geschaut, wie schnell und mit wieviel Aufwand (verbundenen Kosten) eine Anlage zu Sichteinlagen (Giralgeld) gemacht werden kann. Ein Sparkonto wäre demnach einfacher zu Geld zu machen, als eine Fertigungsmaschine für Schuhsohlen.

Steigerung der Liquidität

Neben der genauen Planung, wie viele flüssige Mittel im Unternehmen verbleiben sollten (Abschätzung der Investitionen und der Zahlungsfähigkeit), gibt es weitere Mittel um die Liquidität zu steigern.

Möglichkeiten hierfür sind das Factoring, Abtretung der Forderungen oder Finetrading.

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