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KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW genannt, wurde 1948 gegründet. Das Gründungskapital kam zum größten Teil vom Deutschen Bund, und zu ca. 1/5 von den Ländern. Der Großteil des vom Bund bereitgestellten Kapitals stammte aus dem sogenannten european recovery program (kurz ERP), das nach dem zweiten Weltkrieg von den USA beschlossen wurde und Westeuropa finanzielle Hilfen in Höhe von über 12 Milliarden Dollar gewährte. Die Initiative zu diesem Plan ging vom damaligen Außenminister George C. Marshall aus, weshalb heute der Marshall-Plan als Bezeichnung geläufiger ist. Kredite, die von der KfW für Unternehmen gewährt werden gehören daher auch heute noch teilweise zu den ERP-Krediten.

Es gibt keine Filialen

Die KfW arbeitet nach dem Hausbankprinzip. Das bedeutet, dass es keine eigenen Filialen gibt, sondern Beratung und Beantragung bei der Hausbank (durchleitende Funktion) des Kunden erfolgen. Dies soll den Vorteil haben, dass Bank und Kunde sich bereits kennen und ein Vertrauensverhältnis haben. Kreditwürdigkeit und allgemeine Bonität sollen so besser eingeschätzt werden können. Außerdem haben die Kunden bereits andere Konten bei der Bank, die in die Entscheidung einbezogen werden können.

Die KfW ist eine Bankengruppe

Bereits einige Institute sind in der KfW aufgegangen. Zurzeit (Stand Mitte 2017) besteht die KfW Bankengruppe aus mehreren Töchtern und Beteiligungen:

  1. Die KfW Mittelstandsbank, die durch eine gezielte Unterstützung des Mittelstands Maßnahmen für Klima- und Umweltschutz, aber auch Existenzgründungen und innovative Projekte fördern soll.

  2. Die Kommunal- und Privatkundenbank finanziert Projekte für Privatpersonen. Dazu gehören die Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren, Barrierereduzierung im Wohnungsbestand, Wohneigentum schaffen und Bildung. Für kommunale Unternehmen und soziale Einrichtungen gibt es Unterstützung bei kommunalen und sozialen Infrastrukturvorhaben, bei der Energieversorgung, der energetischen Stadtsanierung sowie der städtischen Barrierereduzierung. Auch Geschäfts- und Förderbanken haben die Möglichkeit, sich über die KfW günstig zu refinanzieren.

  3. Die KfW IPEX-Bank richtet sich an große und gehobene mittelständische Unternehmen, die sich auf dem europäischen Markt behaupten wollen. Unterstützt werden insbesondere Exporte, Erhalt und Ausbau deutscher und europäischer Infrastruktur (inkl. Verkehrsmittel) und die Sicherung der deutschen Rohstoffversorgung.

  4. Die KfW Entwicklungsbank beschäftigt sich mit der Entwicklungsförderung in Schwellenländern. Zielgruppe für diesen Geschäftszweig sind Regierungen und in Entwicklungs- und Schwellenländern handelnde staatliche und nicht-staatliche Institutionen. Wichtigste Ziele sind die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Menschen, Verringerung der Armut, Klima- und Umweltschutz und die Förderung des Finanzsektors.

  5. Die DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH) ist Förderer von privaten Unternehmen, die in Schwellen- und Entwicklungsländer investieren. Ziel der Förderung ist der Ausbau der Privatwirtschaft durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Infrastruktur.

Refinanzierung der KfW

Da die KfW keine Kundeneinlagen sammelt, benötigt sie selbst Kredite für die Refinanzierung. Da die Bundesrepublik für die KfW haftet, hat sie ein hervorragendes Rating bei den großen Rating Agenturen. So können zur Refinanzierung auch eigene Anleihen ausgegeben werden. Das für 2017 geplante Emissionsvolumen beträgt 75 Milliarden Euro.

Budgetplanung im Bundeshaushalt

Welche Programme mit welchem Betrag unterstützt werden, wird im Bundestag beschlossen. Es wird jedem geförderten Programm ein bestimmter Betrag zugewiesen. Ist dieses Budget verbraucht, können für den Haushaltszeitraum keine Förderungen innerhalb des Programms mehr genehmigt werden. So kann es vorkommen, dass Kunden Ende des Jahres keinen Förderantrag mehr stellen können, obwohl das Programm an sich noch existiert.

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