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Interner Zinsfuß

Wenn ein Unternehmen eine Investition plant, muss zunächst geprüft werden, ob die Investition sich lohnt, also ob und welche Gewinne eingefahren werden. Doch wie das Ergebnis einzuschätzen ist, kann man nur anhand des internen Zinsfußes bewerten.

Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine neue Maschine kaufen. Die Erträge aus dieser Maschine werden in den nächsten 5 Jahren (=entspricht der Abschreibungsdauer) der Investitionssumme zzgl. 10.000,- Euro entsprechen.

Doch ist das wirklich positiv? Auf den ersten Blick ja, wenn allerdings die Maschine 100.000.000,- Euro kostet, wird das Bild etwas anders. Der erwirtschaftete Gewinn beträgt für 5 Jahre insgesamt lediglich 0,01%. Verteilt man dies noch auf die Jahre, ist eine solche Investition nicht lohnenswert, die Anlage auf einem einfachen Sparbuch wäre sicher die bessere Alternative.

Was aber, wenn die Maschine nur 5.000,- Euro kostet, aber dennoch 10.000,- Euro Gewinn in 5 Jahren erwirtschaftet? Das sind 200%, auf 5 Jahre verteilt immer noch 40% pro Jahr. Dies wäre ganz sicher eine sehr gute Investition. Doch die 40% sind nur die durchschnittliche Verzinsung, nicht die Rendite pro Jahr. Denn: Wenn man Geld bei einer Bank anlegt, verzinst sich der Zinsertrag normalerweise mit. Das ist der Zinseszinseffekt. Wir müssen also berechnen, welcher Zinssatz auf das investierte Kapital wirkt, wenn ich in 5 Jahren 200% erwirtschaftet habe. Dafür gibt es diverse Formeln und Rechner als Hilfsmittel. In unserem Fall wäre das Ergebnis 24,57%

Und genau dafür wird der interne Zinsfuß berechnet. So kann man alternative Investitionsmöglichkeiten miteinander vergleichen und sich besser für eine bestimmte Investition entscheiden. Häufig fällt tatsächlich die Entscheidung zwischen einer Sach- und einer Kapitalinvestition.

Falls das Investitionsgut durch die Aufnahme von Fremdkapital finanziert werden soll, muss auch der aufzuwendende Zins eingerechnet werden, denn dadurch wird der Gewinn reduziert.

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