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Geschäftsführender Gesellschafter

Bei einer GmbH gibt es mehrere Gesellschafter, die Anteile an dieser Gesellschaft halten. Es muss aber nicht so sein, dass jeder der Gesellschafter auch die Geschäfte in der GmbH führt bzw. dort angestellt oder aber als Unternehmer tätig ist. Es kann natürlich auch sein, dass einige Gesellschafter ihre Anteile an der GmbH lediglich nutzen, um Gewinne aus dieser zu erhalten. Nicht so beim geschäftsführenden Gesellschafter. Schließlich muss jemand die Geschicke des Unternehmens lenken. Die Gesellschafter bestellen daher einen geschäftsführenden Gesellschafter, der diese Aufgabe übernimmt. Der geschäftsführende Gesellschafter hält ebenfalls Anteile an der GmbH und hat somit auch Anrecht auf Gewinnausschüttung entsprechend der Höhe seiner Anteile. Jedoch ist er gleichzeitig auch als Arbeitnehmer bei der GmbH angestellt und trägt als Geschäftsführer auch eine gewisse Haftung. Ganz im Gegensatz zu den anderen Gesellschaftern, deren Haftung im Sinne der GmbH auf deren Stammeinlage begrenzt ist. Denn der Geschäftsführer ist für die Führung der Gesellschaft verantwortlich und muss somit auch die entsprechenden Sorgfaltspflichten eines Geschäftsmannes wahren. Wird eine Pflichtverletzung festgestellt, die mitunter auch zur Insolvenz des Unternehmens geführt hat, kann der geschäftsführende Gesellschafter daraufhin verklagt werden und haftet dafür auch persönlich. In schweren Fällen kann je nach verübtem Delikt sogar das Gefängnis drohen. Der Geschäftsführer hat somit auf die ordnungsgemäße Führung des Unternehmens zu achten, da er ansonsten diversen Risiken ausgesetzt ist, was bei den anderen Gesellschaftern nicht in dieser Form zutrifft. Selbst, wenn einer der Gesellschafter oder mehrere Gesellschafter Einfluss auf den Geschäftsführer ausgeübt haben sollten, wird in erster Linie der geschäftsführende Gesellschafter und nicht andere Personen zur Rechenschaft gezogen.