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Banken

Das Bankenwesen ist ein altes Gewerbe. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. gab es Vorläufer unserer heutigen Banken. Die Entstehung war unumgänglich, da die heute nötigen Zahlungs- und Buchungsabläufe bereits damals nötig waren. Vorläufer waren sicherlich Listen, die bereits aus der Zeit der Sumerer bekannt waren. Gab es einen Handel, konnte es vorkommen, dass die Zahlung erst später stattfinden konnte. Das schriftliche Festhalten dieser Schulden könnte man bereits als den ersten Kredit bezeichnen.

Das 13. Jahrhundert war in Europa die eigentliche Blütezeit der Banken. Vor allem in Italien florierte das Geschäft mit dem Geld. Als die ersten Warengroßhändler sich der Behandlung von Kredit- und Zahlungsverkehr widmeten, konnte man von richtigem Bankgeschäft sprechen.

Durch die Bündelung gewisser Aufgaben an einer Stelle konnten verschiedene Angleichungen, sogenannte Transformationen, erreicht werden.

Zu nennen wäre hier die Losgrößentransformation. Um dies zu erklären, stellen Sie sich bitte vor, 2.000 Kunden möchten Geld anlegen. Allerdings immer nur in kleinen Summen. Zusammen haben sie 10.000 Goldstücke.

Ein anderer Kunde benötigt nun diese 10.000 Goldstücke und ist auch bereit, dafür einen Zinssatz zu zahlen. Jedoch kann er nicht mit 2000 Personen über die Konditionen sprechen.

Eine andere Sache ist die Fristentransformation. Da Kreditdauer und Anlagedauer nicht immer übereinstimmen, kann eine Bank auch hier durch die Vielzahl von Anlegern für Ausgleich schaffen und die Fristen so bieten, wie die Kunden sie benötigen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Risikotransformation. Stehen vielen Kreditnehmern auch viele Kreditgeber gegenüber, trifft ein Kreditausfall (zum Beispiel durch Zahlungsunfähigkeit) alle Anleger gemeinsam, hat aber dadurch kaum Auswirkungen. Hier haftet die Bank für den Ausfall und schreibt den Betrag ab. Dadurch reduziert sich der Gewinn der Bank.

Aufgaben in der heutigen Zeit

Neben den bekannten Aufgaben wie der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Kreditvergabe und der Verwaltung von Spareinlagen, haben Banken einige Aufgaben, die nicht auf den ersten Blick ins Auge fallen.

So dienen sie zumindest als Werkzeuge, die Geldpolitik umzusetzen. Um die Kaufkraft auf einem gewünschten Niveau zu halten, können die Zentralbanken allgemein gültige Zinssätze vorgeben, zu denen die Banken bei der Zentralbank Geld parken können. Diese können positiv, aber auch negativ sein. Ist der Zinssatz negativ, möchten Banken ihr Geld selbstverständlich nicht teuer parken, sondern gewähren lieber ihren Kunden günstige Kredite, mit denen sie wenigstens einen kleinen Gewinn erwirtschaften, statt einen sicheren Verlust in Kauf zu nehmen.

Dadurch erhöht sich die Geldmenge auf dem Markt und die Kaufkraft sinkt. Denn wie bei allem gilt: Das Angebot bestimmt die Nachfrage. Ergo: Ist viel Geld da, bekomme ich dafür weniger Waren, ist wenig Geld da, bekomme ich dafür viele Waren.

Um mehr Geld auf den Markt zu bekommen, können die Zentralbanken ebenfalls günstige Kredite an die Geschäftsbanken vergeben. Damit können dann wiederum Kundenkredite gewährt werden. So steuern die Zentralbanken die Inflation.

Verschiedene Bankformen

Man unterscheidet verschiedene Formen. Neben Privatbanken finden sich noch öffentlich-rechtliche Banken, also die Landesbanken und Sparkassen, und Kreditgenossenschaften. Zu den größten Banken der Welt zählt die Bank of America, die Citigroup und die HSBC.

Daneben gibt es die Bundesbanken, Staatsbanken und Zentralbanken, die durch Vorgaben die Steuerung der jeweiligen Länder übernehmen.

Das Geschäft der Banken

Zu Zeiten, als die Spannen zwischen Kredit- und Guthabenzinsen noch höher waren, war genau diese Spanne die Haupt-Verdienstmöglichkeit für Banken. In heutigen Zeiten ist jedoch die Zinsspanne so niedrig, dass kaum noch Geld damit zu verdienen ist. Schließlich müssen auch Ausfallkosten eingeplant werden. Hier liegt ebenfalls ein Grund für die heutigen Probleme vieler Banken.

Um das Risiko zu minimieren und den Gewinn anzukurbeln, setzen viele Banken heutzutage auf Provisionsgeschäft. Hier werden für Geschäftsabschlüsse, wie Vermittlungen von Krediten und Versicherungen oder für Anlagen in Wertpapiere, Provisionen erzielt. Die Risikoträger sind dann die jeweiligen Partner.

Außerdem werden immer häufiger Kontogebühren vom Kunden gefordert um die geringen Zinsmargen auszugleichen.

Rechtliche Grundlagen

In Deutschland bildet das Kreditwesengesetz die Grundlage aller Geschäftstätigkeit bei Banken.

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